Datum: 22.- 25. Mai / Teilnehmer und Autor: Stefan Granwehr… FORZA GUZZI
Anmerkung von Pepo: Unglaublich viele Motorrad-Marken waren an diesem Treffen vor Ort: Laurin+Klement, Nimbus, Scott, Velocette, Imperia, Standart, Terrot, Stylson, Schüttoff, Hulla, Moto Guzzi, Sunbeam, Imperial, Rudge Whitworth, AJS, Ariel, Victoria, Opel, Royal Enfield, Wanderer, Jmperia, Humber, Douglas, Harley Davidson, Ardie, Hercules, NSU, BSA, DKW, BMW, Zündapp usw.

Immer an Pfingsten findet in Ibbenbüren, Münsterland, die Motorrad Veteranen Rally statt. In diesem Jahr schon zum 44. Mal. Bis zu 425 Teilnehmer wurden in Spitzenjahren zur Rally begrüsst. Wie bei anderen Veranstaltungen hat die Anzahl an Motorrädern in den letzten Jahren stark abgenommen. In diesem Jahr waren ca. 200 Vorkriegsmotorräder dabei, immer noch eine stattliche Anzahl. Ein rollendes Museum, 17 Motorräder über 100 jährig, mehr als 70 verschiedene Motorradmarken, die ältesten Motorräder mit Baujahr 1902. 13 Teilnehmer waren das erste Mal am Start. Am Freitag fand die administrative und technische Kontrolle statt, am Abend die Fahrerbesprechung und die Flaggenparade mit abspielen der jeweiligen Nationalhymne. Wir Schweizer waren vor Jahren mit bis zu 16 Teilnehmern dabei, in diesem Jahr war ich der einzige Vertreter. Ich hatte nach zweimaliger Teilnahme mit der Moto Guzzi Sport 15, Bj. 1932, die Moto Guzzi Normale, Bj.1924 dabei.

Am Samstagmorgen fuhren wir die kleine Ausfahrt über eine Distanz von ca. 40 km mit Gleichmässigkeitsprüfungen. Die Mittagsrast war in der Ibbenbürener Fussgängerzone rund um die Christuskirche. Um 15.30 Uhr fand das Fahren auf der Aschenbahn statt. Von 5 gefahrenen Runden wurden 3 Runden mit möglichst geringer Differenz gewertet. Diese Prüfung ist vor allem für die Riemenklasse, Bj. 1915 und älter. Pfingstsonntag stand dann die grosse Ausfahrt auf dem Programm, über ca. 120 km. Die Mittagsrast war in der Speicherstatt Münster, die Nachmittagspause am Motorradmuseum Ibbenbüren. Bei beiden Ausfahrten musste bei verschiedenen Gleichmässigkeitsprüfungen die selbst gewählte Geschwindigkeit möglichst genau gefahren werden. Auf der ganzen Ausfahrtsstrecke waren zwei ADAC- Pannenhelfer unterwegs. Einer sogar mit einem original BMW Gespann R 60/2 von 1962, das die ADAC Strassenwacht damals eingesetzt hatte.

Die Siegerehrung der verschiedenen Kategorien fand nach dem gemeinsamen Abendessen, im Festzelt statt. 3 Teilnehmer konnten für, man staune , 44 Starts geehrt werden. Die Teilnehmer mit 25 Starts wurden mit einer Uhr geehrt. Der älteste Teilnehmer war stolze 90 Jahre alt. Für die Schweiz konnte ich leider keinen Pokal gewinnen. Es war wirklich eine sehr schöne, perfekt organisierte Veranstaltung. Zu hoffen ist das die Ibbenbürener Motorrad Veteranen Rally noch lange durchgeführt werden kann. Ein Überleben solcher Anlässe ist nur möglich wenn die Teilnehmerzahl nicht noch mehr zurückgeht. Auch mehr Schweizer am Start wäre schön, mit unseren vielen schönen Töffs, könnte man die Rally bereichern. Der Anfahrtsweg von über 700 km ist nicht zu unterschätzen, aber eine Veranstaltung mit so vielen seltenen Vorkriegsmotorrädern ist einzigartig.
Forza Guzzi
Gruss : Stefan Granwehr
