2019 Lenzerheide Motor Classics

Datum: Freitagabend, 14. Juni – Sonntag, 16. Juni 2019

NEU: Mit Video und Fotos (Am Ende des Berichtes)

Teilnehmer von Motopur: Marco (NORTON Model18 1938) & Pepo (BENELLI 500 GP Pasolini Replica)

Vom 14. bis 16. Juni stand die Lenzerheide erneut ganz im Zeichen des Motorsports. Am Freitagabend beim Fahrzeugcorso durch das Dorf Lenzerheide und bei den Demonstrationsfahrten am Samstag und Sonntag präsentierten sich die historischen Renn- und Sportwagen sowie Motorräder, Gespanne und ThreeWheeler auf der höchstgelegenen Rundstrecke der Welt.

Es beginnt schon am Freitagabend beim Fahrzeugcorso, wenn die Rennfahrzeuge mit brachialem Sound auf der Kantonsstrasse vom Fahrerlager bei der Rothornbahn dem See entlang bis ins Dorf Lenzerheide fahren. Viele Gäste und Einheimische stehen im Dorf Lenzerheide mit Handys und Fotoapparat bewaffnet am Strassenrand um ihr Lieblingsobjekt zu fotografieren.

KEINER hat eine Strassenzulassung, jeder ist viel zu laut und der ganze Tross wird offiziell von der Polizei angeführt, resp. begleitet. Das erlebt man nicht jeden Tag. Übrigens, beim Eindunkeln gehts dann wieder zurück. Ohne Licht… versteht sich. 🙂

Die Rundstrecke führt über 2.45 km vom Start <Dorfanfang Lenzerheide> dem See entlang bis zur Talstation Rothornbahn. Weiter führt die Strecke über <Dieschen sot > vorbei am Sportzentrum zurück zum Dorfeingang Lenzerheide.

Am Samstagmorgen, pünktlich um 7.30h, startete Gruppe1. Spätestens ab dieser Zeit schlief sicher niemand mehr in der Umgebung des Rundkurses. Es wurde laut, sehr laut.

Alle Fahrzeuge waren in 8 Gruppen eingeteilt. Wir Motorradfahrer incl. Seitenwagen und dem Three Wheeler waren die Gruppe4. Diese Gruppe hatte ca.50 Fahrer/innen. Um 9h und 15h waren unsere Startzeiten an beiden Tagen. Gefahren wurde jeweils 20-25 Minuten.

Pünktlich um 9h startete der Führungsporsche und unsere Gruppe fädelte sich selbst hinter ihm ein. Nein, nicht nach Startnummern, sondern nach Eigeneinschätzung des Piloten. Schnelle vorne… bis zu den etwas Langsameren am Schluss. Am Gruppenende fuhr wieder ein Porsche um den Rennleiter zu informieren, wenn ein Motorrad ein Defekt hatte, von der Strecke ab kam usw. Bei den Motorädern ist Überholen auf der ganzen Strecke erlaubt, ausser bei entsprechender Flagge natürlich. Nach dem Ende der Einführungsrunde wurde das Tempo merklich verschärft und die ersten Überholmanöver standen an. Das Feld zog sich in die Länge und der Führungsporsche musste die “Schnellen” von Zeit zu Zeit in der Neutralzone etwas einbremsen, damit sie nicht auf die Langsamsten aufschlossen. ( Streckenlänge 2,45 km) Nach 25 Min. wurde der ganze Tross ist Fahrerlager zurückgeführt.

Mit einem breiten Grinsen im Gesicht kamen fast alle wieder im Fahrerlager an. Einige Motorräder brachte der Besenwagen zurück. Andere waren schon am Schrauben. Vergaserprobleme wegen der Höhe (ca.1593 m ü M.), falsch übersetzt, Getriebeprobleme, Elektroprobleme usw. Es war wie immer. 🙂

Um 15h war der zweite Lauf am Samstag. Und das Tempo wurde nochmals etwas schärfer. Warum wohl? Waren es die Zuschauer, die applaudierten oder waren wir alle erst jetzt richtig warmgefahren? Auf jedenfall ging alles gut, die Zuschauer hatten ihre Freude und wir unser erstes Bier verdient. Und schon war der erste Tag vorbei. Noch fein Nachtessen, Benzingespräche führen und sich auf den Sonntag freuen. Ach ja, einige hatten keine Zeit zum Nachtessen, sie waren bis tief in die Nacht am Schrauben…

Sonntagmorgen, 7.30h und das Ganze geht wieder von Neuem los. In der Nacht hat’s stark geregnet und die Strecke war noch stellenweise nass. Drei Gruppen fuhren vor uns und wir hatten ab 9h eine saubere trockene Strecke. Das Prozedere war wie im Lauf 1 und 2. Heute Sonntag wurde aber richtig am Kabel gezogen und so geschah es, was kommen musste. Einige Oldtimer waren bei diesem Tempo überfordert und verweigerten per sofort ihren Dienst. Ende des 3. Laufes hatten mehrere Fahrer kein Lachen mehr im Gesicht. Sie sahen wohl nur noch die Arbeit zu Haus in der Garage. Aber so kann es jeden von uns treffen.

Die Zuschauerkulisse füllte sich immer mehr für den 4. Lauf. Das Feld war nicht mehr so gross und der Führungsporsche hatte auch Freunde seine Kiste fliegen zu lassen. Wir wurden alle schneller und schneller. Zum Glück ging alles gut. In der Auslaufrunde standen alle Zuschauer auf, winkten und applaudierten uns zu. Alle hatten zufriedene fröhliche Gesichter.. auch wir.

Es war ein wunderschönes Wochenende. Danke dem Veranstalter für die grossartige Organisation, allen Helferinnen und Helfern für ihren Einsatz. Wir werden gerne wieder zur 9. Lenzerheide Motor Classics am 5.-7. Juni 2020 kommen.

Verantwortlich für den Text: Pepo / Startnummer 410

Video Link vom 1. Lauf (von Otto)

Bilder von der Veranstaltung ( von Otto, Marco u. Pepo)

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